- Ist diese Frage verrückt, dumm, normal, originell oder intelligent?
- Ist diese Frage erlaubt oder sollte wenigstens die Antwort verboten werden?
- Ist diese Frage uninteressant oder stellt sich jeder diese Frage machmal oder immer wieder?
- Ist es besser, die Wahl zu haben oder ist es besser, auf den unvermeidbaren Vollzug des Ablebens zu warten, bis der ‚Sensenmann‘, das ‚Schiksal‘, eine ‚Krankheit‘ oder der Gesetzgeber mit seinen Erfüllungsgehilfen die endgültige Entscheidung fällt oder verhindert?
Fakt ist:
1. Jeden erwischt der Tod irgendwann; die meisten Personen auf diesem Globus vor dem 100sten Geburtstag.
2. Keiner von den Gestorbenen der menschlichen Population, außer den Zeitgenossen mit einer wahnhaften psychischen Störung, ist jemals zurück gekommen, um über die letzten Stunden seines Daseins berichten zu können, außer Jesus, der ja von ca. 20 Jahrhunderten wieder auferstanden sein soll. Aber was dieser Rattenfänger vor 2000 Jahren angestellt hat und welchen groben Unfug dieser Hochstapler abgesondert haben soll, ist doch durch nichts bewiesen und offensichtlich von seinen Anhängern im Größenwahn erfunden und erst viel später dokumentiert worden.
3. In Deutschland ist im Sterbefall bei der obligatorischen Leichenschau durch den Arzt auf dem Totenschein (Todesbescheinigung) festzustellen, ob der Tod ’natürlich‘ oder ’nicht-natürlich‘ eingetreten ist. Der Tod ist ‚an und für sich‘ natürlich, spätestens wenn der Blutkreislauf seinen Betrieb dauerhaft einstellt, denn es gibt in der Natur nicht den Fall, dass der Tod zu keinem Zeitpunkt eintritt. Falls es im Sterbefall keine Anhaltspunkte für eine totbringende Krankheit gibt, ist von einem ’nicht-natürlichen‘ Tod – sprich: ‚mutmaßliche Fremdeinwirkung‘ oder Suizid – auszugehen.
Wer glaubt, keine Wahl zu haben, kann natürlich nicht wählen und keine Entscheidung treffen.
Wer gelaubt, eine Wahl zu haben, steht vor einem Dilemma.
Die ‚Gretchenfrage‘ ist, ob es im Hinblick auf das Recht auf Selbstbestimmung ‚in ur-eigener Sache‘ humaner ist, eine eigene freie Entscheidung zu treffen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, die ‚Rolle als Gast (oder in einer anderen Rolle (?)) auf diesem Globus‘ zu beenden oder ob es für diese Entscheidung gegenüber anderen Personen oder der Öffentlichkeit einer rechtfertigenden Begründung bedarf, ohne die der Vollzug des Ablebens zu beanstanden oder im Zweifel zu verhindern ist.
30.04.2026 – Fortsetzung folgt; Walter Roeb-Rienas